Madeira/ Portugal – Tag 6

Wow. What a day!

Heute sind wir auf den Ursprüngen von Madeira gewandelt oder besser gesagt, an ihnen vorbei. Zu den Ursprüngen zählt man hier auf der Insel die Levadas, das Bewässerungssystem der Insel. Auf insgesamt 1400 Kilometern erstreckt sich das von Sklaven und Einheimischen erbaute System über die gesamte Insel und bewässert so Felder und Fauna.

Mit einer kleinen Reisegruppe bestehend aus 14 deutschen Urlaubern, Elton (unserem Fahrer) und Mira (unsere Tourleiterin) ging es dann ca. eine Stunde lang ins Landesinnere. Mit dem Minibus ging es durch unzählige Tunnel, Schluchten und zum Ende hin durch immer grüne Wälder, die teilweise so dicht vom Nebel bedeckt waren, dass die Sichtweite unter 100 Metern lag. Die Wanderung begann an einem kleinen Parkplatz mitten im Nirgendwo. Als wir aus dem Bus ausstiegen, war es extrem nebelig und sehr windig. Wer von den Bedingungen überrascht wurde, so wie wir, dem standen Jacken und Handschuhe zum Leihen bereit. Auch einen Wanderstock durfte man sich ausleihen.

Herrenlose Kühe im Gebirge.
Herrenlose Kühe im Gebirge.

Die erste Etappe ging entlang einer kleinen Levada, welche sich ca. einen Kilometer an einem leicht abfallenden Berghang entlang zog. Uns fiel sofort auf, wie klar und frisch das Wasser der Levada aussah. Auf diesem Stück war es so windig, dass man stellenweise Schwierigkeiten hatte sich auf den Beinen zu halten. Nachdem wir eine letzte Straße überquert haben, schlugen wir uns dahinter in die Büsche. Wortwörtlich, denn ab nun an liefen wir wirklich quer durch die Natur/ Pampa.

Das Wetter wechselte während der gesamten Wanderung alle 15 Minuten und gefühlt durchquerten wir dabei alle 23 Klimazonen, die sich auf der Insel befinden. Unser Ziel war ein kleiner See mit einem Wasserfall, von dem aus die Levada an der wir entlang gewandert sind, entspringt. Wenn der Nebel verzog, legte er einen atemberaubenden Blick auf die Täler und Berghänge frei wie wir ihn noch nie gesehen haben. Der Weg an den Levadas ist streckenweise so dicht bewachsen, dass man sich schnell wie in einem Dschungel versetzt vorkommt. Überwiegend herrscht dort eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, welche sich auf den Pflanzen niederlässt und nicht selten von oben herabregnet.

Bewachsene Levada.
Bewachsene Levada.

Zur Halbzeit erreichten wir den See,  von dem die Levada entspringt. Zusammen mit einer anderen, englischsprachigen Gruppe machten wir dort eine ausführliche Pause, in der wir unser mitgebrachtes Picknick abhielten und Fotos machten. Dort ist das Titelbild entstanden. Auf der gesamten Wanderung sollte man sehr trittsicher sein und eine konditionierte Blase besitzen.

Nach dem Aufenthalt am See traten wir dann die zweite Etappe an. Diese zog sich noch ein Stück an der Levada entlang und zweigte dann ab. Ein gutes Stück stiegen wir den Berg weiter hinauf und gelangen dann auf die Hochebene. Ein sehr unwirklicher Ort, welcher komplett vom dichten Nebel eingehüllt war und von stachligen Büschen übersät ist.

In Nebel gehüllte Hochebene.
In Nebel gehüllte Hochebene.

Ein schmaler Pfad führte durch diese Kulisse und brachte uns zu einer weiteren, kleineren Levada. Nach weiteren tollen Ausblicken auf das Landesinnere kamen wir nach ca. zwei Stunden an einen Parkplatz. Dort klarte der Himmel auf und der Nebel verzog sich. Ein weites, karges Land zeigte sich.

Die Straße zurück nach Funchal auf der Hochebene.
Die Straße zurück nach Funchal auf der Hochebene.

Elton, unser Fahrer, wartete schon auf uns und brachte uns auf einem anderen Weg zurück nach Funchal. Auf dieser Fahrt hielten wir noch an einigen Stellen und hatten so einen traumhaften Blick auf eine Gebirgskette, welche sich aus den Wolken erhob.

Blick auf eine Bergkette auf dem Rückweg nach Funchal.
Blick auf eine Bergkette auf dem Rückweg nach Funchal.

Ein absolutes Muss bei einem Urlaub auf Madeira!

Gebirge, Landesinnere, Levada, See, Sonntag, Tour, Wandern

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