Monat: Februar 2024

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 6

Heute haben wir alle wieder lange ausgeschlafen. Wir ahnten schon, dass es heute eher mäßiges Wetter geben wird. Fast den ganzen Tag über war es dann auch bewölkt und sehr windig. Nach dem Frühstück wollte Junior zum Kinderbereich. Der ist hier im Hotel leider etwas armselig ausgefallen. In einer Ecke des Geländes gibt es ein kleines, immerhin überdachtes Klettergerüst. Leider steht es im Sand so, dass sich hier auch die vielen Katzen wohl fühlen und ihre Notdurft verrichten.

Junior durfte also nur im oberen Teil des Gerüsts spielen. Das hat aber gereicht. Die Vorstellungskraft hat daraus dann ein „großes Auto“ gemacht. Mama und Papa durften dann im Kofferraum (Alles was außerhalb des Gerüsts war) Platz nehmen und mit nach Konstanz fahren.

Nach einmal Windel Wechsel und Drink am Pool, sowie dem Mittagessen, sind wir hier dann insgesamt drei Mal gewesen. Bis es dann nach dem letzten Mal auch schon wieder Zeit für das Abendessen war.

Aus heiterem Himmel kam dann aber kurz vor dem Abendessen der Wunsch auf, ein Krankenwagen zu besitzen. Dieser hatte sich dann so stark festgesetzt, dass es nur noch unter Anwendung höchster Ablenkungskunst und Geduld gelang, überhaupt ein Abendessen zu uns zu nehmen. Zur großen Erleichterung,  konnte der Wunsch dann von der am einfachsten zu überzeugenden Person in greifbare Nähe gerückt werden. Opa Rüdiger hatte sich in einem Video-Telefonat als Osterhase zu erkennen gegeben und versprach den geliebten Enkel nicht zu enttäuschen. Das wird teuer 😃.

Heute ging es dann mal ohne Kinder-Disco recht früh zu 21:00 Uhr ins Bett.

Ach ja. Hier in der Region regnet es eigentlich nicht. Wenn, dann nur in den Wintermonaten und nur an einem Tag im Monat. Nun, diesen Tag haben wir dann heute auch mitgenommen.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 5

Wie jeden Tag bisher, ging es morgens zum Frühstück. Sogar Junior hatte heute mehr Appetit als sonst. Um 9:20 Uhr wurden wir von einem Kleinbus am Hotel abgeholt und zur Marina, einem der Häfen in El Gouna, gebracht.

Dort angekommen bestiegen wir ein recht auffälliges, gelbes Schiff. Dies hat uns raus auf offene Meer gebracht. Die Besonderheit dieses Schiffes lang darin, dass man nach unten in den Bug steigen konnte.

Dort saß man in einer Art Röhre und konnte links und rechts durch Fenster ins Wasser schauen. Ein „Semi-Submarine“ nennt man so ein Schiff. Für die kleineren Kinder ideal, da es an Deck doch sehr windig war. Unter der Wasseroberfläche konnte man dann die Korallenriffe und viele bunte Fische sehen.

Ein Fotograf hat die ganze Zeit über Fotos gemacht die uns dann für einen doch recht fairen Preis zur Verfügung gestellt wurden.

Auf der Rückfahrt durfte Junior natürlich nochmal auf dem Kapitänsstuhl Platz nehmen und die Geschicke der Fregatte leiten.

Zurück an Land gab es dann wieder das obligatorische Mittagessen. Danach haben wir uns dann noch an einer eher ruhigen und wenig besuchten Ecke am Strand niedergelassen und endlich etwas im Sand gebuddelt. Genau Juniors Ding.

Nach dem Abendessen stand dann wieder Kinder-Disco auf dem Plan. Mittlerweile Juniors Highlight des Tages. Man kennt die anderen Mädels und klärt auch schonmal das ein oder andere Date auf der Bühne durch lockeres Tauschen von Luftballons. Natürlich unter den kritischen Blicken der lästigen Eltern. Die sich mal wieder versucht haben sich mit Cocktails den Gar aus zu machen. Doch die Müdigkeit der kleinen Schützlinge tritt dann doch eher ein als die alkoholbedingte Lockerheit der Eltern.

Also geht’s dann ab 9:00 Uhr richtig Bett.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 4

Endlich ausschlafen. Das war nach unseren kleineren Startschwierigkeiten echt nötig. Junior ist endlich wieder der Alte. Vorlaut, selbstbewusst und angstfrei. Heute konnten wir also mal ohne Zeitdruck den Tag starten.

Nach einem entspannten Frühstück sind wir zum Kinder-Pool gegangen. Dort konnte Junior dann das erste Mal das kühle Nass ausprobieren. Da uns hier der Sand fehlte, sind wir zum Strand rüber. Ist ja alles in der Nähe. Leider haben wir nun die volle Mittagssonne mitgenommen. Da unsere weißen Körper die Sonne derart stark reflektierten, wurden die anderen Badegäste gezwungen, die 70+ Sonnenschutzcreme nachträglich aufzutragen. Da es jetzt aber auch Zeit für das Mittagessen war, sind wir zurück zum Zimmer um uns kurz frisch zu machen. Nach dem Essen gab es dann eine kleine Mittagsruhe die von unserem kleinen Sonnenreflektor natürlich nicht genutzt wurde.

Zu 16 Uhr sind wir dann wieder zurück zum Strand bzw. dem Haupt-Pool gegangen, da Miriam dort an einer Yoga-Session teilnehmen wollte. Die zwei Männer haben sich solange am Pool entspannt bzw. ein Eis genossen. Man muss nicht davon ausgehen, dass Junior etwas von seinem Eis abgibt. Als die Yoga-Session zu Ende ging haben wir zwei Männer nochmal den Gang in den Pool gewagt. War beheizt daher war das jetzt nicht so die krasse Nummer.

Jetzt war es schon wieder Zeit für das Abendessen. „Same Procedere as every Day“.

Es macht schon Spaß, sich am Abend etwas raus zu putzen und dann zum Essen zu gehen, sich die Teller voll zu schaufeln, nur die Hälfte davon zu essen und abschließend den Tisch wie bei den Vikingern zu hinterlassen. Also für Junior traf das zu. Miriams uns meine Wenigkeit haben natürlich streng nach Knigge gespeist und uns sittlich verhalten. Leider fiel das keinem auf, da Junior natürlich wieder voll im Fokus stand.

Nach dem Abendessen kam dann Juniors Highlight des Tages. Kinder-Disco. Da wir früh dran waren, konnten wir im großen Saal nahe zu ungestört rum rennen, fangen spielen und die Bühne in Beschlag nehmen. Wael einer der Barkeeper hat sich unser angenommen und frei nach Schnauze Cocktails gemischt. Auch Junior hat sich natürlich beliebt gemacht und wurde kurzer Hand zum zweiten Barkeeper berufen.

Als dann die Kinder-Disco startete war Junior schon leicht abgekämpft. Das viele Rennen im Saal hat doch etwas müde gemacht. Chakka.

Leider waren nur zwei andere, ältere Jungs mutig genug um mit den beiden Animateurinnen ein paar Lieder zu tanzen. Nach 20 Minuten war dann auch Schluss. Geschlafen wurde dann um 21:30 Uhr. Und tschüss.

Diesmal leider keine Bilder, da auf allen Junior zu sehen ist.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 3

Was für eine Nacht. Junior hatte wohl geplant uns nicht schlafen zu lassen. Leider war er schon beim Antritt der Reise nicht ganz fit. Bis zu dieser Nacht hatte sich sein Zustand dann leider noch etwas verschlechtert. So bestand unsere Nacht darin, in 15 Minuten Abständen zu schlafen und ihn dann wieder zu beruhigen. Irgend wie ging die Zeit bis zum Morgen dann aber doch um.

Miriam und ich waren uns nicht sicher ob wir ihm die Rundfahrt durch El Gouna zumuten sollen. Wir wollten es riskieren. Also ließen wir uns um 6:30 Uhr von unserem Wecker aufwecken. Noch eineinhalb Stunden bis der Bus am Hotel abfahren würde.

Wer hat wohl geschlafen wie ein Stein und sich von nichts aber auch gar nichts wecken lassen? Genau, der junge Mann der bei uns im Handgepäck mitgereist war und uns die Nacht über wach gehalten hat.

Nun denn. In den Kampf. Er endete damit, dass wir ihn halb schlafend mit dem Buggy zum Frühstück gerollt haben. Schaufel Schaufel und weiter geht’s zur Haupthalle wo man schon auf die deutsche Kleinfamilie wartete.

Vorweg. Die Tour hat sich sehr gelohnt und war sein Geld (25€ p.P) wert.

Mit dem Bus fuhren wir erst zu einem kleinen Turm der als Aussichtsplattform erklommen werden kann. Oben angekommen konnte man El Gouna komplett überblicken.

Dann ging es nur wenige Meter weiter zu einem Anleger. Dort wartete bereits ein Boot auf unsere ca. 25 Mann starke Gruppe.

Junior war leider seit dem Aufstehen nicht gut drauf. Ich trug ihn fast die ganze Zeit. Zwischen durch schaute er aus seinem Wind- und Sonnenschutz bestehend aus Mütze und Decke hervor, gab einen kurzen Kommentar: „Wo sind Karla und Ida?“, und verschwand dann wieder.

Mit dem Boot fuhren wir dann durch die größten Lagunen des Ortes vorbei an den besten Hotels und teuersten privat Villen.

Im Zentrum vom El Gouna, Downtown, legte unser Boot dann wieder an. Schnell noch bisschen Trinkgeld für den Kapitän und weiter über einen Platz mit vielen Restaurants zu unserem Bus.

Dieser brachte uns dann zu einem etwas außerhalb gelegenen Areal. Mittelpunkt bildete ein Gebäude in dem bis vor einigen Monaten Handwerkskunst der Ägypter und Beduinen zum Verkauf angeboten wurden. Nachdem wohl vermehrt deutsche Urlauber sich darüber beschwert haben, dass der Besuch dieses Hauses einer klassische „Kaffee-Fahrt“ gleich kommt, wurde der Verkauf der Waren eingestellt. Nun durfte man also lediglich die Produkte ansehen aber nicht kaufen. Wer hat sich wohl beschwert, dass man nichts kaufen durfte?

Hinter diesem Gebäude, welches das „House of Egypt“ genannt wurde, ist eine Art Garten angelegt,  der die Flora und Fauna von Ägypten widerspiegle soll. In einem Verschlag aus Bambus, Holzbalken und Stroh wurden wir dann von einem Beduinen erwartet. Es wurde ein schwarzer Tee mit Minze und Kardamom gereicht. Der Beduine war der Medizinmann der Familie und hat uns über die Heilkunst der Beduinen und ihren sehr gesunden Lebensstil unterrichtet.

Dies war die letzte Station. Junior war mittlerweile so müde, dass er auf der Rückfahrt zum Hotel auf meinem Schoß eingeschlafen ist. Schnell noch das Mittagsbuffet mitgenommen und dann den wohl verdienten Mittagsschlaf halten.

Erst gegen 19:30 Uhr waren wir alle drei soweit, dass wir zum Abendessen gehen konnten. Sogar Junior war jetzt ausgeschlafen und ist regelrecht aufgetaut. Das war sehr schön ihn wieder fitter und fröhlicher zu sehen. Nach dem Abendessen sind wir dann spontan auf Erkundungstour gegangen. Dabei haben wir einen anderen Innenhof der Hotelanlage gefunden. Hier war auch der Kinder-Pool sowie das abendliche Animationsprogramm. Hier haben wir uns direkt mal niedergelassen und ein, zwei vielleicht waren es drei Cocktails getrunken. Auf lau dann jau. Junior hat sich unterdessen als Animateur entpuppt und die Bühne für sich erobert.

Nach einigen Darbietungen wie Bauchtanz oder eine fast artistische Einlage eines jungen Mannes der sich gefühlt 20 Minuten lang mit einem riesigen, beleuchteten Kleid gedreht hatte waren wir dann alle reif fürs Bett.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 2

Heute an unserem zweiten Tag klingelte nach vier Stunden Schlaf bereits der Wecker. Eigentlich ist es unser erster Tag, den wir komplett in Ägypten verbringen.

Als wir langsam wach wurden und das Zimmer durch die Sonne schon recht hell erleuchtet war, konnten wir schon erahnen, dass wir mit einem tollen Blick aus dem Fenster für die recht strapaziöse Anreise belohnt werden würden.

Und so war es. Die Sonne begrüßte uns aus wolkenlosem Himmel mit einer leichten Brise. An den Palmen vorbei konnten wir sogar direkt das Meer erblicken.

Das Frühstück kann von 7 bis 10 Uhr besucht werden. Trotz Schlafmangels mussten wir also auch das kleine Monster zwischen uns erwecken. Unter höchst kritischen Blicken und recht hohen, schrillen Protestrufen haben wir uns dann mit leichten Augenringen zum Frühstücksbuffet geschleppt.

Das „Main Restaurant“, also der Komplex in dem die große Küche untergebracht ist, ist sternförmig aufgebaut und liegt direkt am Meer. Fast alle Plätze haben einen tollen Blick auf die seichten Strände am Roten Meer.

Da wir zu den etwas verspäteten Frühstücksgästen gehörten, konnten wir uns einen tollen Platz aussuchen. Juniors Piep-Piep hat uns natürlich überall hin begleitet und war noch vor uns am Platz und glotzte durchs Fenster auf die schöne Lagune. Das blöde Viech.

Das Buffet war sehr reichhaltig. Die Vielfalt an Speisen hatte uns fast überfordert. Junior war noch sichtlich erschlagen von all den neuen Eindrücken und der anstrengenden Nacht.

Appetit hatte er nicht.

Nach dem Frühstück gingen wir zu einer kurzen Info-Veranstaltung vom Reiseanbieter. Dort wurden einige wichtige Anmerkungen zu Lokalitäten und Aktivitäten gemacht. Wir haben uns für eine Bootsfahrt durch El Gouna entschieden um den Ort besser kennenzulernen. Am Donnerstag werden wir dann noch an einer Bootsfahrt teilnehmen, bei der man sich die Unterwasserwelt des Roten Meeres ansehen kann. Durch einen gläsernen Rumpf sollen so Riffe, Korallen und Fische zu sehen sein. Die anderen Aktivitäten waren leider nicht sehr kinderfreundlich – wobei Quad fahren sicherlich was für Junior gewesen wäre.

Nach einem dringlichen Mittagsschlaf für uns alle, haben wir dann noch das weitläufige Areal des Hotels erkundet. Pools und direkte Strandzugänge werden wir dann in den nächsten Tagen nutzen und genießen.

Auch werde ich eventuell die Möglichkeit nutzen direkt am Hotel Kiten zu gehen. Mal schauen ob mich die Mitreisenden lassen.

Zum Abend hin freuten sich alle auf das große Essen. Nur der Kleinste nicht. Das hielt uns aber keinesfalls davon ab uns dort den Bauch voll zu schlagen. Auch hier wurde man quasi mit Essen beworfen, so viel Auswahl wurde einem geboten.

So haben wir unseren Tag mit all den kleinen, super süßen Feinheiten der arabischen Nachtisch-Kultur ausklingen lassen.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Anreise

„Brauchen wir das wirklich?“, „Müssen wir wirklich so viele Windeln mitnehmen?“. Ja, in den letzten Tagen waren das die am häufigsten gestellten Fragen von mir. Meine Frau hat mich innerlich bereits mehrfach verflucht, ausgepeitscht und vom Urlaub ausgeladen. Doch jetzt, wo es nur noch wenige Stunden sind bis wir nun endlich das erste Mal mit unserem Sohn in den Urlaub fliegen, werden die Massen an Gepäck sichtbar. Nun macht das Hinterfragen von einzelnen Dingen doch Sinn um der Masse an Bedürfnissen und Sonnenschutzartikel Herr zu werden. Das sieht sicherlich auch meine Frau ein.

Unser Sohn bekommt von all dem Stress und Aufwand doch eher weniger mit. Ein Buch über den Flughafen und das Fliegen soll ihn etwas auf die aufregende Reise vorbereiten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er die vielen, neuen Eindrücke gut aufnehmen wird und sich souverän mit seiner Sonnenbrille und der Feuerwehrjacke als routinierter Fluggast verkaufen wird.

Zwei große Koffer sowie zwei Rucksäcke und diverse Einzelartikel müssen nun noch zum Flughafen verfrachtet werden. Sonst haben sich natürlich alle angeboten uns auf dem ersten Schritt unserer Reise zu begleiten und uns am liebsten bis auf das Rollfeld zu eskortieren.

Am Flughafen angekommen war Junior direkt auf 180. Die große Eingangshalle, das mysteriöse Fließband, das unsere Koffer aufgegessen hat und die böse Box, in die wir unser Handgepäck und Bruno, den Teddi hineinschieben mussten und bis zuletzt nicht wussten, ob wir sie wiedersehen werden. Doch der Mann am Computer hatte keine Beanstandungen. Nach einer letzten Kontrolle unserer Pässe konnten wir uns dann endlich am Gate ausruhen und die Füße hochlegen.

Falsch gedacht. Junior hatte andere Pläne. Erstmal wurde das Bodenpersonal von oben herab angewiesen die Koffer doch bitte nicht in das Flugzeug zu laden. Die große Fensterfront am Gate war einer der Höhepunkte heute.

Und dann gab es wenigstens noch ein Eis. Es gab leider nur eine Sorte aber besser als nichts. Wer erwartet auch schon eine Eisdiele im Gestell zur Prüfung der Größe des Handgepäcks. Wir konnten so wenigstens sichergehen, dass Jakob das Maß für das Handgepäck nicht überschritten hat.

Endlich Boarding. Menschen mit Behinderung, alte Menschen mit Gehhilfen zu erst. Und wir. Die vier Stunden im Flieger gingen rückblickend doch recht zügig um. Leider war es sehr laut und hektisch an Board. Billig-Airline halt. Wir alle konnten nicht wirklich schlafen. In Ägypten angekommen mussten wir dann noch unverschämt lange warten um unsere Einreise zu regeln. 90 Euro für drei Visa ist auch nicht ohne. Mit einem kleinen Bus wurden wir dann mit lediglich einem anderen Gast zum Hotel gebracht. Um 3:40 waren wir dann endlich in unserem Zimmer und sind dort direkt eingeschlafen.