Autor: davidmoors

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 6

Heute haben wir alle wieder lange ausgeschlafen. Wir ahnten schon, dass es heute eher mäßiges Wetter geben wird. Fast den ganzen Tag über war es dann auch bewölkt und sehr windig. Nach dem Frühstück wollte Junior zum Kinderbereich. Der ist hier im Hotel leider etwas armselig ausgefallen. In einer Ecke des Geländes gibt es ein kleines, immerhin überdachtes Klettergerüst. Leider steht es im Sand so, dass sich hier auch die vielen Katzen wohl fühlen und ihre Notdurft verrichten.

Junior durfte also nur im oberen Teil des Gerüsts spielen. Das hat aber gereicht. Die Vorstellungskraft hat daraus dann ein „großes Auto“ gemacht. Mama und Papa durften dann im Kofferraum (Alles was außerhalb des Gerüsts war) Platz nehmen und mit nach Konstanz fahren.

Nach einmal Windel Wechsel und Drink am Pool, sowie dem Mittagessen, sind wir hier dann insgesamt drei Mal gewesen. Bis es dann nach dem letzten Mal auch schon wieder Zeit für das Abendessen war.

Aus heiterem Himmel kam dann aber kurz vor dem Abendessen der Wunsch auf, ein Krankenwagen zu besitzen. Dieser hatte sich dann so stark festgesetzt, dass es nur noch unter Anwendung höchster Ablenkungskunst und Geduld gelang, überhaupt ein Abendessen zu uns zu nehmen. Zur großen Erleichterung,  konnte der Wunsch dann von der am einfachsten zu überzeugenden Person in greifbare Nähe gerückt werden. Opa Rüdiger hatte sich in einem Video-Telefonat als Osterhase zu erkennen gegeben und versprach den geliebten Enkel nicht zu enttäuschen. Das wird teuer 😃.

Heute ging es dann mal ohne Kinder-Disco recht früh zu 21:00 Uhr ins Bett.

Ach ja. Hier in der Region regnet es eigentlich nicht. Wenn, dann nur in den Wintermonaten und nur an einem Tag im Monat. Nun, diesen Tag haben wir dann heute auch mitgenommen.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 5

Wie jeden Tag bisher, ging es morgens zum Frühstück. Sogar Junior hatte heute mehr Appetit als sonst. Um 9:20 Uhr wurden wir von einem Kleinbus am Hotel abgeholt und zur Marina, einem der Häfen in El Gouna, gebracht.

Dort angekommen bestiegen wir ein recht auffälliges, gelbes Schiff. Dies hat uns raus auf offene Meer gebracht. Die Besonderheit dieses Schiffes lang darin, dass man nach unten in den Bug steigen konnte.

Dort saß man in einer Art Röhre und konnte links und rechts durch Fenster ins Wasser schauen. Ein „Semi-Submarine“ nennt man so ein Schiff. Für die kleineren Kinder ideal, da es an Deck doch sehr windig war. Unter der Wasseroberfläche konnte man dann die Korallenriffe und viele bunte Fische sehen.

Ein Fotograf hat die ganze Zeit über Fotos gemacht die uns dann für einen doch recht fairen Preis zur Verfügung gestellt wurden.

Auf der Rückfahrt durfte Junior natürlich nochmal auf dem Kapitänsstuhl Platz nehmen und die Geschicke der Fregatte leiten.

Zurück an Land gab es dann wieder das obligatorische Mittagessen. Danach haben wir uns dann noch an einer eher ruhigen und wenig besuchten Ecke am Strand niedergelassen und endlich etwas im Sand gebuddelt. Genau Juniors Ding.

Nach dem Abendessen stand dann wieder Kinder-Disco auf dem Plan. Mittlerweile Juniors Highlight des Tages. Man kennt die anderen Mädels und klärt auch schonmal das ein oder andere Date auf der Bühne durch lockeres Tauschen von Luftballons. Natürlich unter den kritischen Blicken der lästigen Eltern. Die sich mal wieder versucht haben sich mit Cocktails den Gar aus zu machen. Doch die Müdigkeit der kleinen Schützlinge tritt dann doch eher ein als die alkoholbedingte Lockerheit der Eltern.

Also geht’s dann ab 9:00 Uhr richtig Bett.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 4

Endlich ausschlafen. Das war nach unseren kleineren Startschwierigkeiten echt nötig. Junior ist endlich wieder der Alte. Vorlaut, selbstbewusst und angstfrei. Heute konnten wir also mal ohne Zeitdruck den Tag starten.

Nach einem entspannten Frühstück sind wir zum Kinder-Pool gegangen. Dort konnte Junior dann das erste Mal das kühle Nass ausprobieren. Da uns hier der Sand fehlte, sind wir zum Strand rüber. Ist ja alles in der Nähe. Leider haben wir nun die volle Mittagssonne mitgenommen. Da unsere weißen Körper die Sonne derart stark reflektierten, wurden die anderen Badegäste gezwungen, die 70+ Sonnenschutzcreme nachträglich aufzutragen. Da es jetzt aber auch Zeit für das Mittagessen war, sind wir zurück zum Zimmer um uns kurz frisch zu machen. Nach dem Essen gab es dann eine kleine Mittagsruhe die von unserem kleinen Sonnenreflektor natürlich nicht genutzt wurde.

Zu 16 Uhr sind wir dann wieder zurück zum Strand bzw. dem Haupt-Pool gegangen, da Miriam dort an einer Yoga-Session teilnehmen wollte. Die zwei Männer haben sich solange am Pool entspannt bzw. ein Eis genossen. Man muss nicht davon ausgehen, dass Junior etwas von seinem Eis abgibt. Als die Yoga-Session zu Ende ging haben wir zwei Männer nochmal den Gang in den Pool gewagt. War beheizt daher war das jetzt nicht so die krasse Nummer.

Jetzt war es schon wieder Zeit für das Abendessen. „Same Procedere as every Day“.

Es macht schon Spaß, sich am Abend etwas raus zu putzen und dann zum Essen zu gehen, sich die Teller voll zu schaufeln, nur die Hälfte davon zu essen und abschließend den Tisch wie bei den Vikingern zu hinterlassen. Also für Junior traf das zu. Miriams uns meine Wenigkeit haben natürlich streng nach Knigge gespeist und uns sittlich verhalten. Leider fiel das keinem auf, da Junior natürlich wieder voll im Fokus stand.

Nach dem Abendessen kam dann Juniors Highlight des Tages. Kinder-Disco. Da wir früh dran waren, konnten wir im großen Saal nahe zu ungestört rum rennen, fangen spielen und die Bühne in Beschlag nehmen. Wael einer der Barkeeper hat sich unser angenommen und frei nach Schnauze Cocktails gemischt. Auch Junior hat sich natürlich beliebt gemacht und wurde kurzer Hand zum zweiten Barkeeper berufen.

Als dann die Kinder-Disco startete war Junior schon leicht abgekämpft. Das viele Rennen im Saal hat doch etwas müde gemacht. Chakka.

Leider waren nur zwei andere, ältere Jungs mutig genug um mit den beiden Animateurinnen ein paar Lieder zu tanzen. Nach 20 Minuten war dann auch Schluss. Geschlafen wurde dann um 21:30 Uhr. Und tschüss.

Diesmal leider keine Bilder, da auf allen Junior zu sehen ist.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 3

Was für eine Nacht. Junior hatte wohl geplant uns nicht schlafen zu lassen. Leider war er schon beim Antritt der Reise nicht ganz fit. Bis zu dieser Nacht hatte sich sein Zustand dann leider noch etwas verschlechtert. So bestand unsere Nacht darin, in 15 Minuten Abständen zu schlafen und ihn dann wieder zu beruhigen. Irgend wie ging die Zeit bis zum Morgen dann aber doch um.

Miriam und ich waren uns nicht sicher ob wir ihm die Rundfahrt durch El Gouna zumuten sollen. Wir wollten es riskieren. Also ließen wir uns um 6:30 Uhr von unserem Wecker aufwecken. Noch eineinhalb Stunden bis der Bus am Hotel abfahren würde.

Wer hat wohl geschlafen wie ein Stein und sich von nichts aber auch gar nichts wecken lassen? Genau, der junge Mann der bei uns im Handgepäck mitgereist war und uns die Nacht über wach gehalten hat.

Nun denn. In den Kampf. Er endete damit, dass wir ihn halb schlafend mit dem Buggy zum Frühstück gerollt haben. Schaufel Schaufel und weiter geht’s zur Haupthalle wo man schon auf die deutsche Kleinfamilie wartete.

Vorweg. Die Tour hat sich sehr gelohnt und war sein Geld (25€ p.P) wert.

Mit dem Bus fuhren wir erst zu einem kleinen Turm der als Aussichtsplattform erklommen werden kann. Oben angekommen konnte man El Gouna komplett überblicken.

Dann ging es nur wenige Meter weiter zu einem Anleger. Dort wartete bereits ein Boot auf unsere ca. 25 Mann starke Gruppe.

Junior war leider seit dem Aufstehen nicht gut drauf. Ich trug ihn fast die ganze Zeit. Zwischen durch schaute er aus seinem Wind- und Sonnenschutz bestehend aus Mütze und Decke hervor, gab einen kurzen Kommentar: „Wo sind Karla und Ida?“, und verschwand dann wieder.

Mit dem Boot fuhren wir dann durch die größten Lagunen des Ortes vorbei an den besten Hotels und teuersten privat Villen.

Im Zentrum vom El Gouna, Downtown, legte unser Boot dann wieder an. Schnell noch bisschen Trinkgeld für den Kapitän und weiter über einen Platz mit vielen Restaurants zu unserem Bus.

Dieser brachte uns dann zu einem etwas außerhalb gelegenen Areal. Mittelpunkt bildete ein Gebäude in dem bis vor einigen Monaten Handwerkskunst der Ägypter und Beduinen zum Verkauf angeboten wurden. Nachdem wohl vermehrt deutsche Urlauber sich darüber beschwert haben, dass der Besuch dieses Hauses einer klassische „Kaffee-Fahrt“ gleich kommt, wurde der Verkauf der Waren eingestellt. Nun durfte man also lediglich die Produkte ansehen aber nicht kaufen. Wer hat sich wohl beschwert, dass man nichts kaufen durfte?

Hinter diesem Gebäude, welches das „House of Egypt“ genannt wurde, ist eine Art Garten angelegt,  der die Flora und Fauna von Ägypten widerspiegle soll. In einem Verschlag aus Bambus, Holzbalken und Stroh wurden wir dann von einem Beduinen erwartet. Es wurde ein schwarzer Tee mit Minze und Kardamom gereicht. Der Beduine war der Medizinmann der Familie und hat uns über die Heilkunst der Beduinen und ihren sehr gesunden Lebensstil unterrichtet.

Dies war die letzte Station. Junior war mittlerweile so müde, dass er auf der Rückfahrt zum Hotel auf meinem Schoß eingeschlafen ist. Schnell noch das Mittagsbuffet mitgenommen und dann den wohl verdienten Mittagsschlaf halten.

Erst gegen 19:30 Uhr waren wir alle drei soweit, dass wir zum Abendessen gehen konnten. Sogar Junior war jetzt ausgeschlafen und ist regelrecht aufgetaut. Das war sehr schön ihn wieder fitter und fröhlicher zu sehen. Nach dem Abendessen sind wir dann spontan auf Erkundungstour gegangen. Dabei haben wir einen anderen Innenhof der Hotelanlage gefunden. Hier war auch der Kinder-Pool sowie das abendliche Animationsprogramm. Hier haben wir uns direkt mal niedergelassen und ein, zwei vielleicht waren es drei Cocktails getrunken. Auf lau dann jau. Junior hat sich unterdessen als Animateur entpuppt und die Bühne für sich erobert.

Nach einigen Darbietungen wie Bauchtanz oder eine fast artistische Einlage eines jungen Mannes der sich gefühlt 20 Minuten lang mit einem riesigen, beleuchteten Kleid gedreht hatte waren wir dann alle reif fürs Bett.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Tag 2

Heute an unserem zweiten Tag klingelte nach vier Stunden Schlaf bereits der Wecker. Eigentlich ist es unser erster Tag, den wir komplett in Ägypten verbringen.

Als wir langsam wach wurden und das Zimmer durch die Sonne schon recht hell erleuchtet war, konnten wir schon erahnen, dass wir mit einem tollen Blick aus dem Fenster für die recht strapaziöse Anreise belohnt werden würden.

Und so war es. Die Sonne begrüßte uns aus wolkenlosem Himmel mit einer leichten Brise. An den Palmen vorbei konnten wir sogar direkt das Meer erblicken.

Das Frühstück kann von 7 bis 10 Uhr besucht werden. Trotz Schlafmangels mussten wir also auch das kleine Monster zwischen uns erwecken. Unter höchst kritischen Blicken und recht hohen, schrillen Protestrufen haben wir uns dann mit leichten Augenringen zum Frühstücksbuffet geschleppt.

Das „Main Restaurant“, also der Komplex in dem die große Küche untergebracht ist, ist sternförmig aufgebaut und liegt direkt am Meer. Fast alle Plätze haben einen tollen Blick auf die seichten Strände am Roten Meer.

Da wir zu den etwas verspäteten Frühstücksgästen gehörten, konnten wir uns einen tollen Platz aussuchen. Juniors Piep-Piep hat uns natürlich überall hin begleitet und war noch vor uns am Platz und glotzte durchs Fenster auf die schöne Lagune. Das blöde Viech.

Das Buffet war sehr reichhaltig. Die Vielfalt an Speisen hatte uns fast überfordert. Junior war noch sichtlich erschlagen von all den neuen Eindrücken und der anstrengenden Nacht.

Appetit hatte er nicht.

Nach dem Frühstück gingen wir zu einer kurzen Info-Veranstaltung vom Reiseanbieter. Dort wurden einige wichtige Anmerkungen zu Lokalitäten und Aktivitäten gemacht. Wir haben uns für eine Bootsfahrt durch El Gouna entschieden um den Ort besser kennenzulernen. Am Donnerstag werden wir dann noch an einer Bootsfahrt teilnehmen, bei der man sich die Unterwasserwelt des Roten Meeres ansehen kann. Durch einen gläsernen Rumpf sollen so Riffe, Korallen und Fische zu sehen sein. Die anderen Aktivitäten waren leider nicht sehr kinderfreundlich – wobei Quad fahren sicherlich was für Junior gewesen wäre.

Nach einem dringlichen Mittagsschlaf für uns alle, haben wir dann noch das weitläufige Areal des Hotels erkundet. Pools und direkte Strandzugänge werden wir dann in den nächsten Tagen nutzen und genießen.

Auch werde ich eventuell die Möglichkeit nutzen direkt am Hotel Kiten zu gehen. Mal schauen ob mich die Mitreisenden lassen.

Zum Abend hin freuten sich alle auf das große Essen. Nur der Kleinste nicht. Das hielt uns aber keinesfalls davon ab uns dort den Bauch voll zu schlagen. Auch hier wurde man quasi mit Essen beworfen, so viel Auswahl wurde einem geboten.

So haben wir unseren Tag mit all den kleinen, super süßen Feinheiten der arabischen Nachtisch-Kultur ausklingen lassen.

Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Anreise

„Brauchen wir das wirklich?“, „Müssen wir wirklich so viele Windeln mitnehmen?“. Ja, in den letzten Tagen waren das die am häufigsten gestellten Fragen von mir. Meine Frau hat mich innerlich bereits mehrfach verflucht, ausgepeitscht und vom Urlaub ausgeladen. Doch jetzt, wo es nur noch wenige Stunden sind bis wir nun endlich das erste Mal mit unserem Sohn in den Urlaub fliegen, werden die Massen an Gepäck sichtbar. Nun macht das Hinterfragen von einzelnen Dingen doch Sinn um der Masse an Bedürfnissen und Sonnenschutzartikel Herr zu werden. Das sieht sicherlich auch meine Frau ein.

Unser Sohn bekommt von all dem Stress und Aufwand doch eher weniger mit. Ein Buch über den Flughafen und das Fliegen soll ihn etwas auf die aufregende Reise vorbereiten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er die vielen, neuen Eindrücke gut aufnehmen wird und sich souverän mit seiner Sonnenbrille und der Feuerwehrjacke als routinierter Fluggast verkaufen wird.

Zwei große Koffer sowie zwei Rucksäcke und diverse Einzelartikel müssen nun noch zum Flughafen verfrachtet werden. Sonst haben sich natürlich alle angeboten uns auf dem ersten Schritt unserer Reise zu begleiten und uns am liebsten bis auf das Rollfeld zu eskortieren.

Am Flughafen angekommen war Junior direkt auf 180. Die große Eingangshalle, das mysteriöse Fließband, das unsere Koffer aufgegessen hat und die böse Box, in die wir unser Handgepäck und Bruno, den Teddi hineinschieben mussten und bis zuletzt nicht wussten, ob wir sie wiedersehen werden. Doch der Mann am Computer hatte keine Beanstandungen. Nach einer letzten Kontrolle unserer Pässe konnten wir uns dann endlich am Gate ausruhen und die Füße hochlegen.

Falsch gedacht. Junior hatte andere Pläne. Erstmal wurde das Bodenpersonal von oben herab angewiesen die Koffer doch bitte nicht in das Flugzeug zu laden. Die große Fensterfront am Gate war einer der Höhepunkte heute.

Und dann gab es wenigstens noch ein Eis. Es gab leider nur eine Sorte aber besser als nichts. Wer erwartet auch schon eine Eisdiele im Gestell zur Prüfung der Größe des Handgepäcks. Wir konnten so wenigstens sichergehen, dass Jakob das Maß für das Handgepäck nicht überschritten hat.

Endlich Boarding. Menschen mit Behinderung, alte Menschen mit Gehhilfen zu erst. Und wir. Die vier Stunden im Flieger gingen rückblickend doch recht zügig um. Leider war es sehr laut und hektisch an Board. Billig-Airline halt. Wir alle konnten nicht wirklich schlafen. In Ägypten angekommen mussten wir dann noch unverschämt lange warten um unsere Einreise zu regeln. 90 Euro für drei Visa ist auch nicht ohne. Mit einem kleinen Bus wurden wir dann mit lediglich einem anderen Gast zum Hotel gebracht. Um 3:40 waren wir dann endlich in unserem Zimmer und sind dort direkt eingeschlafen.

Kitesurfen in Ägypten – Tag 5

Aua aua. Als ich heute morgen aufstehen wollte und mit dem Fuß, mit de, ich am Tag zuvor (Tag 4) in die Muschel getreten bin, konnte ich kaum einen Schritt machen. Lange lag ich im Bett und habe überlegt, was ich tun soll. Dann beschloss ich mich zu Mindest für den Morgen bei Suse abzumelden. Doch Suse konnte mich überzeugen, doch meinen Arsch zum Beach zu bewegen. Also humpelte ich mit meinen Sachen los zum Frühstück, schaufelte mir ein Müsli und etwas Obst rein und sprang in ein Tuktuk.

An der Station waren schon alle da. Ich war heute mal der Letzte. Da meine Aktion mit der Muschel bereits die Runde gemacht hatte, wollten alle direkt Doktor spielen und mit den unwirklichsten Methoden an meinem Einstich herumspielen um zu schauen, ob nicht doch etwas von dem Stachen der Muschel abgebrochen und in meinem Fuß zurück geblieben war. Ich konnte mich jedoch mit etwas Jod und Sprühpflaster zurück ziehen und die Wunde nochmals selbst behandeln. Puh.

Doch jetzt Schluss mit der Wunde. Ich wollte auf’s Wasser und Kiten. Suse, meine beiden Kitebuddies und ich machten unsere Kites startklar und liefen hintereinander vom Strand los zu unserem Revier. Heute durfte jeder seinen eigenen Kite nehmen. Das war an den anderen Tagen nicht der Fall.

Nach ein paar Startversuchen gelang es dann endlich. Ich fuhr die ersten hundert Meter locker lässig auf dem Brett stehend raus auf’s Meer. Scheiße, jetzt war es plötzlich dunkel unter mir. Ich bin soweit raus gefahren, dass ich nun nicht mehr stehen konnte. Doch zum Glück gelang es mit den Kite sicher zu stoppen und mich kontrolliert ins Wasser zu setzen. Kurs verschnauft startete ich dann in die andere Richtig um wieder ins Stehrevier zu gelangen. Easy.

Da ich heute die GoPro dabei hatte, konnte ich meinen Tag am Beach und auf dem Wasser etwas dokumentieren um mir das Schreiben und euch das Lesen zu ersparen. Hier also das Video von Tag 5.

https://www.youtube.com/watch?v=tnavcfcVhsQ&feature=youtu.be

Kitesurfen in Ägypten – Tag 4

Zweiter Tag auf dem Wasser. Nachdem ich am Freitag (Tag 2 ) schon das erste Blut geleckt habe, konnte ich meinen zweiten Tag am Kite nicht abwarten. Zwar ist der erste 20 Meter Sprung noch weit entfernt aber heute gibt es das erste Mal ein Brett unter die Füße. Das Starten aus dem Wasser heraus stand heute auf der Agenda. Suse, meine Kite-Lehrerin, hat es geschafft, mich am zweiten Tag bereits die ersten Meter fahren zu lassen. Doch zurück zum Anfang.

Nach dem ich entspannt gefrühstückt und mit viel Bedacht meine Tasche für den Tag am Beach gepackt habe, ging es direkt um 8:15 Uhr zur Kite Station. Raus aus dem Kern von EL Gouna vorbei an unfertigen Häusern und Hotelanlagen liegt die Station etwas abgeschieden mitten im Nirgendwo. Schon die Fahrt mit dem Tuktuk ist schon eine sportliche Angelegenheit.

An der Station angekommen habe ich mich mit Suse und den anderen Männern kurz über das Tagesprogramm abgesprochen und bin dann direkt in den „Neo“ geschlüpft. Sonnenbrille, Cappi und nen Kilo Penatencreme ins Gesicht (ist übrigens die absolute Geheimwaffe um Sonnenbrände vorzubeugen!), fertig.

Zusammen mit meinen „Kite-Buddies“ haben wir dann die Kites auf dem Strand aufgebaut. Um die Dinger in die Luft zu bekommen, sind ständig die „Beachboys“ bereit und helfen einem beim Starten und Landen. Mit dem Kite in der Luft und dem Brett in der Hand ging es dann raus auf’s Wasser.

Um ein Gefühl für den Kite und seine Kraft zu bekommen sollte ich zunächst versuchen den Kite in der Luft ruhig zu halten und gleichzeitig in der Embryonalstellung die Füße ans Brett zu bekommen. Das war bei den ersten Versuchen wirklich nicht leicht, da man sich mit dem Rücken im Wasser schwimmend, die Augen auf den Kite gerichtet, mit einer Hand das Brett haltend die Füße in die Schlaufen bekommen muss. Doch auch das hat nach ein paar Versuchen prima funktioniert und ich konnte in aller Ruhe im Wasser treibend den Kite über mir lenken und mit seiner Kraft spielen.

Als nächste Einheit kam dann das Starten aus dem Wasser heraus. Dabei begibt man sich in die zuvor beschriebene Position im Wasser liegend und lenkt den Kite in einer Cosinus Kurve in eine Richtung. Dabei muss man das richtige Timing erwischen, bei dem der Kite gerade soviel Kraft hat, um einem beim Aufstehen aus dem Wasser zu ziehen.

Da man bei diesen Übungen extrem weit vom Wind versetzt wird, mussten meine Kitebuddies und ich natürlich auch viele Male einige hundert Meter zurück laufen. Dabei steigt mit jedem Schritt das Risiko in etwas rein zu treten in das man lieber nicht reintreten möchte. Die Rede ist hier von den bereits erwähnten „Arschlochmuschel“. Wie schon direkt am ersten Tag am Beach (Tag 2) bin ich auch an diesem Tag in besagte Muschel getreten. Leider ging es diesmal schief. Beim ersten Kontakt ging ein Stachel der Muschel voll durch die Schuhe durch. Da ich mich dermaßen erschrocken habe und dabei das Gleichgewicht verloren habe, bin ich mit der Muschel im Fuß ein zweites Mal aufgetreten und rammte sie mir somit noch tiefer in den Fuß.

Das Resultat, eine kleine fast schon lächerliche Wunde vom Einstich und extreme schmerzen Beim laufen am Land. Ich sah mich schon am nächsten Tag (dem dritten Tag auf dem Wasser und der 5. insgesamt) im Hotel bzw. nicht auf dem Wasser.

Zum Glück geschah das Ganze ziemlich zum Ende des Tages und ich konnte meinem Fuß eine Pause gönnen. Abends ging es dann wieder in der Gruppe in Downtown essen. Doch als ich danach dann endlich im Hotelzimmer mich kurz aufs Bett legen konnte, bin ich sofort eingeschlafen.

Leider habe ich an diesem Tag keine Bilder gemacht, deshalb gibt es hier ein paar Bilder aus der Ecke wo auch mein Hotel liegt.

Kitesurfen in Ägypten – Tag 3

Extra Wurst – David bekommt eine extra Wurst. Nachdem ich in der ersten Nacht auf Grund einer extrem lauten Poolpumpe erst um 2 Uhr morgens einschlafen konnte, hatte ich mich bei der Rezeption gemeldet und darum gebeten, diese doch Nachts auszustellen. Sie würden sich darum kümmern …

Gestern Abend, kurz bevor unsere große Gruppe vom Kite-Kurs ihr Essen bekam, kam der Hoteldirektor zu mir. Er sagte mir, ich würde ein neues Zimmer bekommen und, dass er sich um ein gutes Zimmer bemühen würde. Suse, unsere „Mutti“, hatte wie auch immer bereits von meinem Anliegen Wind bekommen und ihre guten Kontakte zum Hotel spielen lassen. Als ich dann nach dem Essen die Sachen in meinem alten Zimmer zusammen gepackt habe wurde mir ein neues Zimmer zugewiesen.

Erst am nächsten Morgen (Tag 3) konnte ich dann die „Verbesserungen“ wahrnehmen. Ich habe extrem gut und lange geschlafen. Die Nacht war bis auf die Partymusik vom Hafen sehr ruhig. Als ich dann die Vorhänge vor meinem Fenster bei Seite geschoben habe, konnte ich noch eine Verbesserung sehen … einen mega Ausblick.

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Heute, am Samstag, konnten wir auf Grund von zu wenig Wind leider nicht zum kiten aufs Wasser. Daher habe ich mich bei einer kleinen Gruppe (7 andere Kiter) angeschlossen, um in der arabischen Wüste (das ist übrigens die Wüste rechts vom Nil und eine von zwei Wüsten in Ägypten – die andere ist die Sahara) eine Quadtour zu machen. Da der kleine Bus uns jedoch erst um 14:00 Uhr eingesammelt hatte konnte ich also lange schlafen und den Vormittag entspannt angehen lassen.

Ich habe mir in einem kleinen Laden hier in der Fußgängerzone schon vorab einen „Arabaschal“ / „Palistinänserschal“ / „Kufiya“ gekauft, da wir diesen beim Quad fahren definitiv brauchen werden. Gefuchst wie ich bin habe ich den Preis um einen ganzen Euro herunter gehandelt und dennoch viel zu viel bezahlt 😀

Gegen 14:00 Uhr ging ich dann zum Treffpunkt, wo der Bus bereits wartete und ich von einem deutschsprachigen Ägypter empfangen wurde. Er kannte bereits meinen Namen (woher auch immer). Wir fuhren also los. Wohin und in welche Richtung konnte ich nicht ausmachen, da ich hinten saß und die Fenster nicht wirklich durchsichtig waren. Eine halbe Stunde lang erzählte uns der Guide einiges über die Wüste, die Menschen die in ihr leben und der Geschichte über die Region. Durchaus spannend.

An einer Art Station am Rande der Wüste und nahe dem Meer wurden wir in die Handhabung der Quads eingewiesen und bekamen Helme und auch Tücher. Doch hier konnte ich stolz feststellen, dass mein „überteuertes“ Tuch eine wesentlich bessere Qualität hatte als die dort verkauften Tücher für drei Euro. Also doch was richtig gemacht.

In einer Reihe furchen wir dann hinter dem Guide aus der Station heraus und direkt in die offene Wüste Richtung Gebirgskette. Kurz gesagt, es war seine 40 Euro locker wert und hat mega Bock gemacht.

Bilder, tausend Worte und so … hier sind Bilder und auch ein Video welches ich mit einer geliehen GoPro (Action Kamera) aufgenommen habe. Enjoy!

Einer von sehr wenigen Bäumen in der Wüste.
Unsere Gruppe war angenehm klein. Andere Touren sind wesentlich größer.
Der Ausblick von einer Sanddüne.
Der Sonnenuntergang hinter der Gebirgskette. Traumhaft schön.

Hier noch der Link zum dem Video: https://www.youtube.com/watch?v=tBQ_yaANSfM

Am Ende des Tages war ich wirklich erschöpft. Beim Quad fahren sitzt man nicht viel da man die vielen Unebenheiten über die Beine ausgleichen muss. Nicht ganz ohne. Im Hotel konnte ich dann erstmal meine Kleidung in der Dusche ausziehen, da der Sand überall hingekommen ist. … also wirklich „überall“.

Morgen geht es dann wieder aufs Wasser. Das zweite Mal dann für mich. Mal schauen, wie ich mich anstellen werde. Wasserstart ist angesagt.

Kitesurfen in Ägypten – Tag 2

Guten Morgääähn. Nach einer nicht ganz so erholsamen Nacht (Party bis 3 Uhr im Nachbar-Hotel und eine sehr laute Poolpumpe), musste ich nun auch noch früh aufstehen um vom vorhergesagten Wind in den Morgenstunden zu profitieren. Das Frühstück war ok aber nicht mit einem Frühstück im Mövenpick 😛 zu vergleichen. Soll es ja auch nicht. Auch das alleine Frühstücken ist schon fast zur Routine geworden, nach über zwei Wochen Miriam-Entzug (fast).

Nachdem ich schon am Vorabend meine Tasche für den Strand gepackt hatte konnte ich ohne Stress auf das bestellte Tuktuk vor meinem Hotel warten.

Schnell fuhren wir über sehr, sehr unebenen Straßen nordwärts aus der Stadt raus. Immer dich am Wasser entlang erreichten wir schon bald das Elements Watersports. Ein großer Bereich mit Restaurant, Liegestühlen, Beachvolleyballfeld, Umkleiden und zahlreichen Räumen vollgestopft mit Surfbrettern und Kites.

Direkt beim Reinkommen traf ich auf einige Gesichter vom Vorabend und fühlte mich direkt wohler. Auch Suse meine Kite-Lehrerin war schon da und begrüßte mich.

Nach kurzer Rundführung über das Gelände bekam ich auch schon meinen Neoprenanzug für die nächsten Tage und ein eigenes Trapetz (Ein riesiger Hüftgürtel mit viel Klimbim der ans Klettern erinnert). Ich fand, ich sah ziemlich cool aus in voller Montur. Ich bleibe noch ein Foto schuldig!

Zusammen mit zwei anderen Männern waren wir eine kleine Gruppe von 4 Kitesurfern die sich mit zwei Kites an der Hüfte den Weg zu einem freien Areal auf dem Wasser machten. Das Wasser ist hier in großen Flächen lediglich Oberschenkel tief.

In El Gouna sind die sogenannten „Arschlochmuscheln“ leider berühmt berüchtigt. Kleine, fiese Muscheln mit Stacheln übersät. Nun ja, David tritt natürlich direkt nach den ersten zwei Metern im Wasser des roten Meeres in einer dieser Sche***A!#+!&!++!!!! Dinger rein. Die Neoprenschuhe haben zwar Schlimmeres verhindert, gestochen hat es trotzdem.

Hier ist das Sch*** Ding.

Nach dieser ersten Begegnung im Wasser, blieb es dann aber Gott sein Dank dabei. Suse zeigte mir den Umgang mit dem Kite und ließ mich ohne Board ein paar Achten am Himmel fliegen. Es sei gesagt, dass ich einen sehr kleinen, Anfänger Kite bekommen hatte. Doch auch dieser hatte es schon echt in sich. Die mit Abstand coolste Übung war, sich von dem Kite auf dem Bauch durchs Wasser ziehen lassen. Dabei kniet man sich zuerst in das flache Wasser und steuert den Kite anschließend in die „Power Zone“. Dabei entfesselte auch dieser kleine Kite schon so viel Kraft, dass er mich auf dem Bauch locker 100 Meter durch das Wasser zog. Ein Riesen Spaß!

Gegen 12 Uhr wurde der Wind dann leider immer weniger und auch die Ebbe setzte langsam ein so, dass das Wasser einfach zu flach wurde um dort zu kiten. Wir bauten also unsere Kites ab, wuschen das Salzwasser von unsere Ausrüstung und uns selbst und zogen uns warme Sache an. Mit einer kalten Cola auf dem Sonnendeck konnten wir dann erstmal gut entspannen und quatschen.

Der Blick von der Sonnenterrasse runter auf den Strandbereich. Das Meer ist links.
Da ist es. Unten im Sand liegen noch ein paar Kites.

Gegen Mittag setzten wir uns dann gemeinsam an einen Tisch unten am Strand und bestellten Pizza und Bier. Dabei erzählte Suse uns einiges aus ihrer Kitesurfing Karriere und wir fachsimpelten über den Sport und die Kites an sich. Dabei kam ich auch immer mehr mir dein anderen Kitesurfern ins Gespräch und traf mal ganz nebenbei einen entfernten Verwandten väterlicherseits. Thomas Moors aus der Nähe von Hamburg.

Da der Wind heute nun wohl nicht mehr stärker werden würde, chillten wir noch ein wenig in der Sonne und machten uns dann mit einem Taxi wieder auf den Weg nach El Gouna.

Heute Abend haben wir uns wieder in großer Runde verabredet um im thailändischen Restaurant in der Nähe meines Hotels gemeinsam zu essen. Dabei werden wir dann auch den nächsten Tag (Samstag) planen. Da die Vorhersagen für den Wind nicht gut aussehen werden wir eine Quad-Tour machen. Nähres dann morgen.

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