Kitesurfen in Ägypten – Tag 2
Guten Morgääähn. Nach einer nicht ganz so erholsamen Nacht (Party bis 3 Uhr im Nachbar-Hotel und eine sehr laute Poolpumpe), musste ich nun auch noch früh aufstehen um vom vorhergesagten Wind in den Morgenstunden zu profitieren. Das Frühstück war ok aber nicht mit einem Frühstück im Mövenpick 😛 zu vergleichen. Soll es ja auch nicht. Auch das alleine Frühstücken ist schon fast zur Routine geworden, nach über zwei Wochen Miriam-Entzug (fast).
Nachdem ich schon am Vorabend meine Tasche für den Strand gepackt hatte konnte ich ohne Stress auf das bestellte Tuktuk vor meinem Hotel warten.
Schnell fuhren wir über sehr, sehr unebenen Straßen nordwärts aus der Stadt raus. Immer dich am Wasser entlang erreichten wir schon bald das Elements Watersports. Ein großer Bereich mit Restaurant, Liegestühlen, Beachvolleyballfeld, Umkleiden und zahlreichen Räumen vollgestopft mit Surfbrettern und Kites.
Direkt beim Reinkommen traf ich auf einige Gesichter vom Vorabend und fühlte mich direkt wohler. Auch Suse meine Kite-Lehrerin war schon da und begrüßte mich.
Nach kurzer Rundführung über das Gelände bekam ich auch schon meinen Neoprenanzug für die nächsten Tage und ein eigenes Trapetz (Ein riesiger Hüftgürtel mit viel Klimbim der ans Klettern erinnert). Ich fand, ich sah ziemlich cool aus in voller Montur. Ich bleibe noch ein Foto schuldig!
Zusammen mit zwei anderen Männern waren wir eine kleine Gruppe von 4 Kitesurfern die sich mit zwei Kites an der Hüfte den Weg zu einem freien Areal auf dem Wasser machten. Das Wasser ist hier in großen Flächen lediglich Oberschenkel tief.
In El Gouna sind die sogenannten „Arschlochmuscheln“ leider berühmt berüchtigt. Kleine, fiese Muscheln mit Stacheln übersät. Nun ja, David tritt natürlich direkt nach den ersten zwei Metern im Wasser des roten Meeres in einer dieser Sche***A!#+!&!++!!!! Dinger rein. Die Neoprenschuhe haben zwar Schlimmeres verhindert, gestochen hat es trotzdem.

Nach dieser ersten Begegnung im Wasser, blieb es dann aber Gott sein Dank dabei. Suse zeigte mir den Umgang mit dem Kite und ließ mich ohne Board ein paar Achten am Himmel fliegen. Es sei gesagt, dass ich einen sehr kleinen, Anfänger Kite bekommen hatte. Doch auch dieser hatte es schon echt in sich. Die mit Abstand coolste Übung war, sich von dem Kite auf dem Bauch durchs Wasser ziehen lassen. Dabei kniet man sich zuerst in das flache Wasser und steuert den Kite anschließend in die „Power Zone“. Dabei entfesselte auch dieser kleine Kite schon so viel Kraft, dass er mich auf dem Bauch locker 100 Meter durch das Wasser zog. Ein Riesen Spaß!
Gegen 12 Uhr wurde der Wind dann leider immer weniger und auch die Ebbe setzte langsam ein so, dass das Wasser einfach zu flach wurde um dort zu kiten. Wir bauten also unsere Kites ab, wuschen das Salzwasser von unsere Ausrüstung und uns selbst und zogen uns warme Sache an. Mit einer kalten Cola auf dem Sonnendeck konnten wir dann erstmal gut entspannen und quatschen.


Gegen Mittag setzten wir uns dann gemeinsam an einen Tisch unten am Strand und bestellten Pizza und Bier. Dabei erzählte Suse uns einiges aus ihrer Kitesurfing Karriere und wir fachsimpelten über den Sport und die Kites an sich. Dabei kam ich auch immer mehr mir dein anderen Kitesurfern ins Gespräch und traf mal ganz nebenbei einen entfernten Verwandten väterlicherseits. Thomas Moors aus der Nähe von Hamburg.
Da der Wind heute nun wohl nicht mehr stärker werden würde, chillten wir noch ein wenig in der Sonne und machten uns dann mit einem Taxi wieder auf den Weg nach El Gouna.
Heute Abend haben wir uns wieder in großer Runde verabredet um im thailändischen Restaurant in der Nähe meines Hotels gemeinsam zu essen. Dabei werden wir dann auch den nächsten Tag (Samstag) planen. Da die Vorhersagen für den Wind nicht gut aussehen werden wir eine Quad-Tour machen. Nähres dann morgen.