Familienurlaub in El Gouna, Ägypten – Anreise

„Brauchen wir das wirklich?“, „Müssen wir wirklich so viele Windeln mitnehmen?“. Ja, in den letzten Tagen waren das die am häufigsten gestellten Fragen von mir. Meine Frau hat mich innerlich bereits mehrfach verflucht, ausgepeitscht und vom Urlaub ausgeladen. Doch jetzt, wo es nur noch wenige Stunden sind bis wir nun endlich das erste Mal mit unserem Sohn in den Urlaub fliegen, werden die Massen an Gepäck sichtbar. Nun macht das Hinterfragen von einzelnen Dingen doch Sinn um der Masse an Bedürfnissen und Sonnenschutzartikel Herr zu werden. Das sieht sicherlich auch meine Frau ein.

Unser Sohn bekommt von all dem Stress und Aufwand doch eher weniger mit. Ein Buch über den Flughafen und das Fliegen soll ihn etwas auf die aufregende Reise vorbereiten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er die vielen, neuen Eindrücke gut aufnehmen wird und sich souverän mit seiner Sonnenbrille und der Feuerwehrjacke als routinierter Fluggast verkaufen wird.

Zwei große Koffer sowie zwei Rucksäcke und diverse Einzelartikel müssen nun noch zum Flughafen verfrachtet werden. Sonst haben sich natürlich alle angeboten uns auf dem ersten Schritt unserer Reise zu begleiten und uns am liebsten bis auf das Rollfeld zu eskortieren.

Am Flughafen angekommen war Junior direkt auf 180. Die große Eingangshalle, das mysteriöse Fließband, das unsere Koffer aufgegessen hat und die böse Box, in die wir unser Handgepäck und Bruno, den Teddi hineinschieben mussten und bis zuletzt nicht wussten, ob wir sie wiedersehen werden. Doch der Mann am Computer hatte keine Beanstandungen. Nach einer letzten Kontrolle unserer Pässe konnten wir uns dann endlich am Gate ausruhen und die Füße hochlegen.

Falsch gedacht. Junior hatte andere Pläne. Erstmal wurde das Bodenpersonal von oben herab angewiesen die Koffer doch bitte nicht in das Flugzeug zu laden. Die große Fensterfront am Gate war einer der Höhepunkte heute.

Und dann gab es wenigstens noch ein Eis. Es gab leider nur eine Sorte aber besser als nichts. Wer erwartet auch schon eine Eisdiele im Gestell zur Prüfung der Größe des Handgepäcks. Wir konnten so wenigstens sichergehen, dass Jakob das Maß für das Handgepäck nicht überschritten hat.

Endlich Boarding. Menschen mit Behinderung, alte Menschen mit Gehhilfen zu erst. Und wir. Die vier Stunden im Flieger gingen rückblickend doch recht zügig um. Leider war es sehr laut und hektisch an Board. Billig-Airline halt. Wir alle konnten nicht wirklich schlafen. In Ägypten angekommen mussten wir dann noch unverschämt lange warten um unsere Einreise zu regeln. 90 Euro für drei Visa ist auch nicht ohne. Mit einem kleinen Bus wurden wir dann mit lediglich einem anderen Gast zum Hotel gebracht. Um 3:40 waren wir dann endlich in unserem Zimmer und sind dort direkt eingeschlafen.

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