Kitesurfen in Ägypten – Tag 4
Zweiter Tag auf dem Wasser. Nachdem ich am Freitag (Tag 2 ) schon das erste Blut geleckt habe, konnte ich meinen zweiten Tag am Kite nicht abwarten. Zwar ist der erste 20 Meter Sprung noch weit entfernt aber heute gibt es das erste Mal ein Brett unter die Füße. Das Starten aus dem Wasser heraus stand heute auf der Agenda. Suse, meine Kite-Lehrerin, hat es geschafft, mich am zweiten Tag bereits die ersten Meter fahren zu lassen. Doch zurück zum Anfang.
Nach dem ich entspannt gefrühstückt und mit viel Bedacht meine Tasche für den Tag am Beach gepackt habe, ging es direkt um 8:15 Uhr zur Kite Station. Raus aus dem Kern von EL Gouna vorbei an unfertigen Häusern und Hotelanlagen liegt die Station etwas abgeschieden mitten im Nirgendwo. Schon die Fahrt mit dem Tuktuk ist schon eine sportliche Angelegenheit.
An der Station angekommen habe ich mich mit Suse und den anderen Männern kurz über das Tagesprogramm abgesprochen und bin dann direkt in den „Neo“ geschlüpft. Sonnenbrille, Cappi und nen Kilo Penatencreme ins Gesicht (ist übrigens die absolute Geheimwaffe um Sonnenbrände vorzubeugen!), fertig.
Zusammen mit meinen „Kite-Buddies“ haben wir dann die Kites auf dem Strand aufgebaut. Um die Dinger in die Luft zu bekommen, sind ständig die „Beachboys“ bereit und helfen einem beim Starten und Landen. Mit dem Kite in der Luft und dem Brett in der Hand ging es dann raus auf’s Wasser.
Um ein Gefühl für den Kite und seine Kraft zu bekommen sollte ich zunächst versuchen den Kite in der Luft ruhig zu halten und gleichzeitig in der Embryonalstellung die Füße ans Brett zu bekommen. Das war bei den ersten Versuchen wirklich nicht leicht, da man sich mit dem Rücken im Wasser schwimmend, die Augen auf den Kite gerichtet, mit einer Hand das Brett haltend die Füße in die Schlaufen bekommen muss. Doch auch das hat nach ein paar Versuchen prima funktioniert und ich konnte in aller Ruhe im Wasser treibend den Kite über mir lenken und mit seiner Kraft spielen.
Als nächste Einheit kam dann das Starten aus dem Wasser heraus. Dabei begibt man sich in die zuvor beschriebene Position im Wasser liegend und lenkt den Kite in einer Cosinus Kurve in eine Richtung. Dabei muss man das richtige Timing erwischen, bei dem der Kite gerade soviel Kraft hat, um einem beim Aufstehen aus dem Wasser zu ziehen.
Da man bei diesen Übungen extrem weit vom Wind versetzt wird, mussten meine Kitebuddies und ich natürlich auch viele Male einige hundert Meter zurück laufen. Dabei steigt mit jedem Schritt das Risiko in etwas rein zu treten in das man lieber nicht reintreten möchte. Die Rede ist hier von den bereits erwähnten „Arschlochmuschel“. Wie schon direkt am ersten Tag am Beach (Tag 2) bin ich auch an diesem Tag in besagte Muschel getreten. Leider ging es diesmal schief. Beim ersten Kontakt ging ein Stachel der Muschel voll durch die Schuhe durch. Da ich mich dermaßen erschrocken habe und dabei das Gleichgewicht verloren habe, bin ich mit der Muschel im Fuß ein zweites Mal aufgetreten und rammte sie mir somit noch tiefer in den Fuß.
Das Resultat, eine kleine fast schon lächerliche Wunde vom Einstich und extreme schmerzen Beim laufen am Land. Ich sah mich schon am nächsten Tag (dem dritten Tag auf dem Wasser und der 5. insgesamt) im Hotel bzw. nicht auf dem Wasser.
Zum Glück geschah das Ganze ziemlich zum Ende des Tages und ich konnte meinem Fuß eine Pause gönnen. Abends ging es dann wieder in der Gruppe in Downtown essen. Doch als ich danach dann endlich im Hotelzimmer mich kurz aufs Bett legen konnte, bin ich sofort eingeschlafen.
Leider habe ich an diesem Tag keine Bilder gemacht, deshalb gibt es hier ein paar Bilder aus der Ecke wo auch mein Hotel liegt.




