Monat: September 2017

Kurz-Wochenende in Strasbourg 2/3

Die Füße brennen, der Wanzt ist voll und die Augenlider sind schwer.

13.358 Schritte haben wir heute in Strasbourg zurückgelegt. Von unserem Zimmer im Norden der Innenstadt sind wir in den Süden Richtung Universitätsmedizin gelaufen. Auf dem Weg dort hin haben wir in einem Ticketshop für Bootstouren ein Ticket für 16:00 Uhr ergattert. Weiter ging es durch ein Viertel, welches sich „Petit France“ (Kleines Frankreich) nennt. Dort bestimmen mittelalterliche Fachwerkhäuser das Straßenbild. Kleine Cafés und Restaurants an jeder Ecke und immer das Wasser des Flusses, welcher die gesamte Innenstadt einschließt, im Blick. Auch findet man hier ein Gebäude, welches auf und neben einer kleinen Schleuse gebaut ist. In ihm befand sich früher eine kleine Schokoladenfabrik. Mit Hilfe der Wasserkraft wurden damals die Kakaobohnen gemahlen und im späteren Prozess die fertige Schokolade gekühlt.

Auf der anderen Seite des Flusses und somit außerhalb der Innenstadt befindet sich schon der große Campus der Universitätsmedizin. Dort haben wir im Rahmen einer Stadtweiten Aktion „Tag der offenen Tür“ ein Museum für Anatomie besucht. Für Miriam war es hochinteressant, für mich eher ein Ausflug in ein kleines Horror Kabinett. Ich gehe nicht weiter auf die Eindrücke ein …

Viele Gebäude des Campus stammen noch aus dem 15. Jahrhundert und bieten neben den hochmodernen Bauten einen beeindruckenden Kontrast.

Nach diesem kleinen Exkurs tankten wir in unserem Zimmer kurz neue Kraft und begaben uns dann zur Anlegestelle, an der die Rundfahrt mit dem Boot starten sollte. Wir machten zwar den Altersschnitt an Board etwas kaputt, genossen dennoch die entspannte Fahrt und ließen uns durch die Kopfhörer mit Informationen über die Stadt berieseln. Andere, älteren Semesters, nutzten die Zeit und gönnten sich ein kleines Nickerchen. Für 13 € durchaus ein sehr teures Schläfchen.

Nach dieser entspannten Tour kamen wir auf dem Rückweg zu unserem Zimmer noch einmal an der Kirche Notre Dame vorbei. Um auch diese Sehenswürdigkeit mitzunehmen haben wir uns auch das Innere der imposanten Kirche angesehen. In Gedenken an all unseren Liebsten, in meinem Fall an meinen Opa, entzündeten wir noch eine Kerze und hielten kurz inne.

Diesen tollen Tag ließen wir in einem kleinen Restaurant ausklingen und liegen nun geschafft im Bett.

 

Kurz-Wochenende in Strasbourg 1/3

Ja, das war mal spontan. Da kommt meine bessere Hälfte und sagt, „Hey, lass uns am Wochenende was Schönes machen!“ – und schwups, mal eben in 2 Stunden über die deutsch-französische Grenze gefahren und unser Zimmer im Herzen von Strasbourg bezogen. Dieses haben wir 2 Tage zuvor über die Onlineplattform Airbnb gebucht. Das ging erstaunlich einfach und unkompliziert!

Schon als wir über die Grenze nach Frankreich gefahren sind, sah alles so französisch aus und wir kannten nur noch Baguette, Croissant und Merci. Gefühlt ist das Wetter natürlich auch so viel schöner als noch vor 2 Minuten auf der deutschen Seite. Das haben wir uns selbstverständlich alles eingeredet. Aber als wir dann in Strasbourg eingefahren sind, konnten wir schon feststellen, dass die Menschen hier anders sind. Fahren können die nicht! Rote Ampeln wissen die Romantiker auch nicht einzuordnen.

Nachdem wir einen Parkplatz für das Auto gefunden haben, sind wir mit unserem kleinen Gepäck ein paar hundert Meter in die Innenstadt zu unserer Unterkunft gelaufen. Die Innenstadt von Strasbourg ist einmal komplett von einem Wassergraben oder kleinen Fluss umgeben. Über viele kleine Brücken kommt man auf dem Fußweg oder mit dem Auto in die Innenstadt. Schon beim Einfahren in die Stadt sind uns die ungewöhnlich vielen schönen Gebäude aufgefallen. Viele historische Bauten und Fachwerkhäuser machen die Stadt zu etwas Besonderem.

Unser Zimmer liegt in einem alten Gebäude mitten in der Innenstadt, direkt in einer kleinen Nebengasse, die in eine etwas größere, sehr belebte Straße mündet. Von dort aus geht es ein paar hundert Meter weiter und wir staunten nicht schlecht, als wir direkt neben der berühmten Kirche Notre Dame standen. Ja, der Name ist der selbe, wie die noch berühmtere Kirche Notre Dame in Paris. Rund um Notre Dame zierten sehr viele toll verzierte, historische Bauten die Plätze und kleinen Nebenstraßen.

Wir sind nun schon gute 2 Stunden durch die Stadt gelaufen und haben uns nicht wirklich wie Touristen gefühlt. Bis auf die ein, zwei Male, wo ich mein Handy zücken musste, um Bilder zu machen. Der Hunger wurde mittlerweile immer größer und wir beschlossen in unserem kleinen Zimmer die mitgebrachten Nudeln mit Tomatensauce und Baguette zu essen.

Morgen werden wir uns die Neustadt ansehen und auch eine Tour mit einem Boot buchen.