Kurz-Wochenende in Strasbourg 2/3
Die Füße brennen, der Wanzt ist voll und die Augenlider sind schwer.
13.358 Schritte haben wir heute in Strasbourg zurückgelegt. Von unserem Zimmer im Norden der Innenstadt sind wir in den Süden Richtung Universitätsmedizin gelaufen. Auf dem Weg dort hin haben wir in einem Ticketshop für Bootstouren ein Ticket für 16:00 Uhr ergattert. Weiter ging es durch ein Viertel, welches sich „Petit France“ (Kleines Frankreich) nennt. Dort bestimmen mittelalterliche Fachwerkhäuser das Straßenbild. Kleine Cafés und Restaurants an jeder Ecke und immer das Wasser des Flusses, welcher die gesamte Innenstadt einschließt, im Blick. Auch findet man hier ein Gebäude, welches auf und neben einer kleinen Schleuse gebaut ist. In ihm befand sich früher eine kleine Schokoladenfabrik. Mit Hilfe der Wasserkraft wurden damals die Kakaobohnen gemahlen und im späteren Prozess die fertige Schokolade gekühlt.


Auf der anderen Seite des Flusses und somit außerhalb der Innenstadt befindet sich schon der große Campus der Universitätsmedizin. Dort haben wir im Rahmen einer Stadtweiten Aktion „Tag der offenen Tür“ ein Museum für Anatomie besucht. Für Miriam war es hochinteressant, für mich eher ein Ausflug in ein kleines Horror Kabinett. Ich gehe nicht weiter auf die Eindrücke ein …
Viele Gebäude des Campus stammen noch aus dem 15. Jahrhundert und bieten neben den hochmodernen Bauten einen beeindruckenden Kontrast.

Nach diesem kleinen Exkurs tankten wir in unserem Zimmer kurz neue Kraft und begaben uns dann zur Anlegestelle, an der die Rundfahrt mit dem Boot starten sollte. Wir machten zwar den Altersschnitt an Board etwas kaputt, genossen dennoch die entspannte Fahrt und ließen uns durch die Kopfhörer mit Informationen über die Stadt berieseln. Andere, älteren Semesters, nutzten die Zeit und gönnten sich ein kleines Nickerchen. Für 13 € durchaus ein sehr teures Schläfchen.

Nach dieser entspannten Tour kamen wir auf dem Rückweg zu unserem Zimmer noch einmal an der Kirche Notre Dame vorbei. Um auch diese Sehenswürdigkeit mitzunehmen haben wir uns auch das Innere der imposanten Kirche angesehen. In Gedenken an all unseren Liebsten, in meinem Fall an meinen Opa, entzündeten wir noch eine Kerze und hielten kurz inne.
Diesen tollen Tag ließen wir in einem kleinen Restaurant ausklingen und liegen nun geschafft im Bett.




